Die Bedeutung des Waldes

Die gesamte Landfläche der Erde wird auf 13,207 Mrd. Hektar geschätzt. Von dieser Fläche sind ca. 29,1 % (3,837 Mrd. Hektar) von Wald bedeckt, wobei die größten zusammenhängenden Waldgebiete in Asien, Südamerika und Zentralafrika zu finden sind. Während der Waldgürtel beiderseits des Äquators von tropischen und subtropischen Laubwald gebildet wird, beinhaltet der wirtschaftlich bedeutungsvollere nördliche Waldgürtel den Nadel– und Laubwald der gemäßigten Klimazone.

In Europa sind die nördlichen und östlichen Länder am stärksten, die westlichen am geringsten bewaldet. Nadelwälder herrschen in Nord-, Ost- und Mitteleuropa vor, Laubwälder in West- und Südeuropa. Die Waldgebiete der Erde haben aber nicht nur einen holzwirtschaftlichen Wert – Holzverbrauch weltweit jährlich ca. 2000 Mio. Festmeter – sondern sie sind auch für die klimatischen Verhältnisse der Landgebiete von weitreichender Bedeutung. Die Wälder erwirken eine gleichmäßige und lang anhaltende Bodenfeuchte, reinigen die Luft und erhöhen deren Feuchtesatz (1 Hektar Buchenwald verdunstet an einem Sommertag ca. 30.000 Liter Wasser). Weiterhin brechen die Wälder die Gewalt der Stürme, schützen den Mutterboden gegen Erosion und sind für den Menschen ein unersetzliches Erholungsgebiet. (Kollmann [1] weist darauf hin, dass der Bewaldungsgrad eines Landes nicht unter 20 % sinken darf, wenn die Entfaltung der Menschen in einer harmonischen Umwelt geschehen soll).

[1] Franz Kollmann 

Wie kaum ein anderer hat Franz Kollmann der Wissenschaft vom Holz weltweit Impulse gegeben und sie geprägt.In Büchern und Zeitschriften hat er nicht nur den Stand der Technik und den Fortschritt auf dem Gebiet der Holztechnologie dargelegt,sondern auch die Ästhetik des Holzes gewürdigt. Weltgeltung erlangte Franz Kollmann durch das Lehrbuch “Technologie des Holzes und der Holzwerkstoffe”, das zur Grundlage der theoretischen und angewandten Holzforschung in nahezu allen Ländern der Welt wurde und noch immer ist.